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Warsteinerzüge
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Die Warsteiner Biercontainerzüge
Warstein-Lohbusch –München-Riem, –Großbeeren und –Hamburg-Waltershof

Nach jahrelanger Vorplanung konnte Anfang 2005 das von 2003 bis 2004 unter schwierigen Bedingungen (starke Trassensteigungen, teilweise weicher Untergrund) neu erbaute Industriestammgleis der Warsteiner Brauerei in Betrieb genommen werden. Ziel des Gleisanschlusses der zum Warsteiner Tüppel ausgelagerten Produktionsstätten war der schienengebundene Versand der Brauereiprodukte in Containern. Hierzu wurde im neu errichteten Bauereibahnhof auch eine große Containerumschlaganlage gebaut.

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Anfänglich konnte die Relation Warstein – München Riem Ubf den Verkehr aufnehmen, wo die Container auf Züge Richtung Süden umgeladen werden. Für die Traktion beschaffte die WLE Ende 2004 eine neue Lokomotive vom Typ G 2000 (Vossloh), die als Werbelok die Warsteinerlackierung trägt. Nachdem es im Frühjahr 2006 technische Probleme mit der Stammlok WLE 21 gab (es wurde ein Hilfdiesel und ein Vorwärmgerät eingebaut, da es besonders in der Frostperiode zu Motorstartschwierigkeiten kam), bespannte man das in der Anfangszeit ein Mal wöchentlich verkehrende Zugpaar durchgehend mit einer Doppeltraktion der Deutz-Maschinen 36 und 68.

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Nachdem seit Februar 2007 in Kooperation mit der CFL Cargo der Egger-Spanplattenzug Esbjerg (DK) - Brilon-Egger ab Lippstadt mit WLE-Diesellok befördert wird, nutze man im Gegenzug die CFL-Cargo-E-Lok, um den Biercontainerzug in der Relation Lippstadt – Müchen-Riem Ubf zu ziehen. Im Laufe der Zeit kam ein zweites wöchentliches Zugpaar nach München sowie 2010 ein Zugpaar zum Berlin vorgelagerten Umladebahnhof Großbeeren hinzu.

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Geplante Verkehre zwischen Warstein und dem Hamburger Hafen konnten schließlich nach langer Vorbereitungsphase im Jahre 2016 verwirklicht werden. Die Containerzüge nehmen ab Warstein mittlerweile auch Container anderer sauerländer Firmen mit nach München. Ebenso gibt es mit der auch zur Warsteiner-Gruppe gehörenden Marke König Ludwig Dunkel einen kleinen Werksverkehr nach Fürstenfeldbruck in zwei hierfür beschafften Pototyp-Lebensmittel-Kesselcontainern.

Die Züge nach Warstein transportieren in den Containern Leergut. Seit der Ablieferung der beiden WLE-Eurorunner 22 (Juli 2007) und 23 kamen auch diese beiden Maschinen bevorzugt vor den "Bierzügen" zu Traktionsehren. Allerdings hatte die Fremd-E-Lok - Bespannung auf dem DB-Netz im Herbst 2010 ein Ende: Die WLE beschaffte ihre erste eigene E-Lok, die WLE 81 (Hersteller Siemens, Baureihe 189). Im Jahre 2016 wurde die Bespannung auf die neu beschaffte LastMile-E-Lok WLE 82 (Hersteller Bombardier, Baureihe 187) umgestellt.

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Anfang 2017 verlassen aktuell folgende Containerzüge die Warsteiner Brauerei: Sonntagnachmittags und mittwochsabends Ziel Containerumschlag Hamburg-Waltershof, dienstagsvormittags alle zwei Wochen Ziel Großbeeren bei Berlin und freitagsvormittags Ziel Umladebahnhof München-Riem.

Am 01. Februar 2017 nahm die Brauerei ihre erste eigene Lok für die Rangierarbeiten am Containerkran in Betrieb. Hierbei handelt es sich um einen ferngesteuerten, akkubetriebenen Windhoff-Tele-Trac der Bauart RW 60 AEM. Das 34 Tonnen schwere, anthrazit lackierte Verschubgerät mit der Betriebsnummer "WB01" löste damit umweltfreundlich den Rangierbetrieb mit WLE-Dieselloks ab.

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