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Braunkohlestaubzug
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Der HVLE-Braunkohlestaubzug
Spreewitz – Horlecke

Zur Versorgung der Brennöfen des Rheinkalk-Werkes im Mendener Ortsteil Oberrödinghausen wird aus dem Nahe der polnischen Grenze gelegenen Niederlausitzer Revier Braunkohlestaub zum Rheinkalk-Übergabebahnhof Horlecke angeliefert. Seit 03. Januar 2008 werden so wöchentlich zwei Ganzzüge mit je etwa 23 Wagen der Gattung Uacs in der Relation Spreewitz - Schwerte durch die HVLE traktioniert, welche eigens hierfür die 185 583 beschaffte.

Die "letzte Meile" zwischen Schwerte und Horlecke wurde in der ersten Zeit mit Dieseltraktion von Chemion Logistik (einem 2001 aus dem Bayer-Konzern ausgegliederten Logistik-Unternehmen) erbracht. Anfänglich kam als Ersatz für die erst am 06.08.2008 abgelieferte 275 502 "Nicole" vertretungsweise der Schwabensprinter ESG 8 als Leihlok zum Einsatz.

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Nach einem Unfall der zwei Ost-V 100 der BASF SE mietete diese unter anderem als Ersatz auch die 275 502 von Chemion. Aufgrund dessen kam seit 31.08.2009 in der Regel die Museumslok 212 007 der DGEG wieder zu Güterzugehren. Lief sie zuletzt bis zu ihrem Verkauf an die DGEG am 04.07.2001 noch für DB Railion im Oberen Ruhrtal, fuhr sie tageweise gemietet unter der Flagge des auch für Chemion tätigen Personal- und Logistik-Dienstleisters Railflex erneut im Oberen Ruhrtal.

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Somit konnte bis zum 22.11.2012, sofern die "Bond-212" nicht für den Eigentümer selbst im Einsatz stand, wieder echter Epoche IV-Betrieb im Oberen Ruhrtal und auf der Hönnetalbahn erlebt werden. Zwischen dem 26.11. und dem 31.12.2012 kam dann die railflexeigene, frisch hauptuntersuchte 212 039 montags und donnerstags auf die Strecke.

Aufgrund der geringeren Motorleistung gegenüber einer MaK-G 1206 wurde der Vollzug von Schwerte nach Horlecke dabei in zwei Zugteilen befördert, der aus meistens 23 Wagen bestehende Leerwagenpark wird von Horlecke nach Schwerte West in einem Zug gefahren. 212 007 wurde bei Nichtverfügbarkeit in der Regel von einer der beiden Krauss-Maffei-Loks der Bahnen der Stadt Monheim vertreten. Aufgrund deren geringerer Zugkraft wurde der Vollzug Schwerte - Horlecke dann in drei Teilen befördert.

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Seit 01. Januar 2013 kommt nun in der Regel eine MaK-G 1206 (Northrail-Mietlok) der Wanne-Herner Eisenbahn zum Einsatz, die 2012 hier –wenn auch nur selten ein bis zwei Mal pro Monat– mit Sonderleistungen von Horlecke nach Wanne (STEAG) schon zu beobachten war.

Auch bei ersatzweiser Dieselbespannung der Fracht aus den Niederlausitzer Tagebauen Welzow Süd und Nochten nach Schwerte mit der HVLE-Diesellok 285 102 oder einem HVLE-Tiger bleibt es zunächst (trotz weiter angedachter Eigenerbringung mit HVLE-Tiger oder der 285 102) bei der Traktion durch einen Kooperationspartner ab dem Güterbahnhof Schwerte West, obwohl über die Verbindungskurve Abzw Heide - Schwerte Ost ein Durchlauf des Zuges nach Horlecke möglich wäre. Die Rückfahrt nach Spreewitz startet übrigens in Schwerte West direkt nach der Ankunft des Leerzuges von Horlecke mit der bis dahin in Schwerte abgestellten HVLE-Lok in Richtung Hamm - Bielefeld.

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Am 01. Januar 2016 wechselte die Traktion der letzten Meile auf das Unternehmen Railflex zurück, die in der Regel eine angemietete MaK-G 1206 einsetzt, um den Vollzug nicht wie vor drei Jahren in zwei Teilen fahren zu müssen. Manchmal ist auch eine gemietete G 2000 in diesem Dienst verplant.

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