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Brühnezug
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Der Brühne-Kalksteinmehlzug
Warstein-Lohbusch – Oberhausen West

Zur Versorgung des Thyssen-Krupp-Stahlwerkes in Duisburg mit Bindekalk lieferte die Brühne-Gruppe ab Standort Warstein seit Februar 2007 jährlich rund 300 tsd. Tonnen feinstes Kalksteinmehl. Transporteur war dabei die Westfälische Landes-Eisenbahn, mit der ein 10-jahres-Transportvertrag abgeschlossen wurde. Die WLE mietete für diesen Zweck daraufhin 30 Falns-Wagen vom Waggonvermieter ON Rail an, wobei ab 16.03.2007 ausschließlich eine in WLE-Farben lackierte Garnitur zum Einsatz kam.

Die Züge wurden an der am Warsteiner Tüppel neu errichteten Verladestelle Lohbusch, am Scheitelpunkt der Brauereianschlussbahn gelegen, beladen. Als Ganzzug wurde der Transport dann einmal werktäglich über die WLE-Strecke nach Neubeckum und von dort aus weiter über Hamm nach Oberhausen West abgefahren, die letzte Meile zum Stahlwerk übernahm E + H.

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Nachts kehrte der Leerzug nach Neubeckum zurück und wurde am Folgetag morgens zur Wiederbeladung nach Warstein verbracht, wo sich der nächste Umlauf anschloß. In der Regel kam vor dem Zugpaar ein moderner WLE-Eurorunner zum Einsatz, samstags öfters eine G 1206. Je nach Lokumlauf kam aber durchaus schon mal auch die G 2000 zu Zugehren. Ende April 2012 kamen Gerüchte auf, dass Brühne die Warsteiner Brüche an Konkurrent Rheinkalk verkaufen könnte.

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Dunkele Wolken zogen dann am 31. Oktober 2012 über den Transporten auf, als an diesem Tag der Steinbruchbetreiber und Lieferant, die Brühne-Gruppe, den Insolvenzantrag stellte. Nachdem zunächst bis Ende Februar das Verfahren mit schon eingeschränkten Transporten lief, wurden zum März 2013 der Zug gänzlich eingestellt. Nachdem die Wagengarnitur zunächst in Beckum vergeblich auf neue Einsätze wartete, erfolgte eine Weitervermietung an die NIAG Mitte April 2013.

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Der Steinbruchbetrieb wurde dann durch Verkauf verwertet. Am 24. April 2013 verkündete die Heideberg Cement-Gruppe die Übernahme, mit Datum vom 10. Mai 2013 wurde hierzu eigens die Cemlapis Warstein GmbH & Co. KG gegründet, um hierüber neben Fremdlieferanten auch eine eigene Versorgung der Zementwerke Ennigerloh aufzubauen. Erste neuerliche Bahntransporte ab der Verladestelle Lohbusch konnten –nachdem Anfang 2014 der Steinbruch wieder in Betrieb genommenen wurde– Anfang Mai 2016 beobachtet werden, nun jedoch mit "Eigenfracht" zum Heidelberg-Cementwerk in Ennigerloh.


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