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Anst RWE Hennen
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Anschlusstelle RWE Hennen [ERWK]

Lage und Statistische Daten

Im Jahr 1972 planten die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke den Bau einer 220 kV-Umspannanlage in Bixterheide bei Iserlohn. Da die benötigten Großtransformatoren auf Schwerlastwagen per Bahn angefahren werden sollten, wurde nach einem geeigneten Bahnhof zum Umladen auf Straßenfahrzeuge gesucht. In diesem Fall schien nur der Bahnhof Hennen an der Strecke Schwerte – Iserlohn hierfür geeignet. Der erste Schwertransport war für den Juni 1973 vorgesehen. Bis zu diesem Termin sollte also die Umladestelle fertiggestellt sein.

Zu dieser Zeit war die DB gerade bestrebt, das noch vorhandene Ladestraßengleis mit den beidseitig ans Hauptgleis angebundenen Weichen auszubauen. Als Kompromiss verkaufte die DB an die RWE einen Teil der Ladestraße mit gerade mal soviel Gleislänge wie für die Umsetzanlage benötigt wurde. In Kilometer 10,190 sollte als Anbindung eine Zungen- und Herzstücklose Weiche zum Einsatz gelangen.

Mit Schreiben vom 10. Dezember 1973 stimmte die damalige BD Wuppertal unter Berücksichtigung einiger Bedingungen schließlich dem Bau zu. Nachdem der Landesbevollmächtigte für Bahnaufsicht am 22. Januar 1974 dem Vorhaben ebenfalls sein OK gegeben hatte, stellte der Regierungspräsident mit Datum vom 29.03.1974 die Erlaubnisurkunde aus. Nachdem das RWE den Bauauftrag an die Hagener Fa. Rempke erteilt hatte, begann diese am 26. August 1974 mit den erforderlichen Bauarbeiten. Die Stopfarbeiten waren für den Zeitraum 04. bis 05.09.1974 terminiert, der Einbau der Weiche vom 09. bis 13.September. Die erste Trafoanlieferung hatte die RWE für die Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 1974, den Rücktransport des Leerwagens dann am 22. ⁄ 23.10.1974 vorgesehen. Die Abnahme des neuen Gleisanschlusses konnte noch rechtzeitig am 17. Oktober 1974 vorgenommen und die Betriebserlaubnis erteilt werden.

                                     

Erfassungsbogen über NE-Anlagen von 1976

Ein zweiter Schwertransport (Trafotausch) im Anschluss erfolgte laut einer Aktennotiz des Baubezirks Schwerte der Bahnmeisterei Hagen in den Nächten 20. ⁄ 21.Oktober und 21. ⁄ 22.10.1980.

   

Aktennotiz Baubezirk Schwerte vom 04.12.1980

Für die Bedienung der Anschlussstelle RWE im Streckengleis Schwerte – Kalthof erstellte das Bundesbahn-Betriebsamt Hagen am 13.10.1981 die folgende Bedienungsanweisung:


Bedienungsanweisung Anst RWE von 1981 (zum Vergrößern bitte anklicken)


    

Lageplan zur Bedienungsanweisung Anst RWE von 1981 (zum Vergrößern bitte anklicken)

Zwei weitere Trafotransporte sind aus dem Jahr 2007 bekannt, nämlich am 10. September sowie am 09. November. Im September 2018 erfolgte dann im UW Bixterheide ein Trafotausch eines 220 kV-Trafos von Schwerte aus. Am 03.09. wurde ein zwar 29 Jahre alter, aber grundüberholter 225 Tonnen schwerer Trafo mit einem Amprion-eigenen Tragschnabelwagen vom Gersteinwerk in Werne nach Hennen angeliefert und mittels Straßenschwertransport durch die Spedition Kübler am 04.09. nach Bixterheide gebracht. In der Folgenacht wurde der Alttrafo zur Verschrottung bei der Fa. Bender in Opladen zur Umladestelle transportiert und am 06.09. wiederrum über Schwerte abgefahren.

Für das ab 2017 von Amprion zu erbaute 380 KV-Umspannwerk Garenfeld mit den mindestens vier dann für die in den Schwerter Ruhrniederungen gelegenen Eisenbahnbrücken zu schweren Transformatoren musste eine schienentaugliche Ausweichroute gefunden werden. So kam es im August 2016 in Iserlohn zum Einbau einer neuen, Zungen- und Herzstücklosen Weichenverbindung zwischen den Stichstrecken von Letmathe und Schwerte. Auch die Anschlussstelle RWE Hennen wurde Anfang Mai 2017 komplett erneuert und für die neuen Anforderungen ertüchtigt. Am 03. Juni 2016 konnte der alte Zustand nochmals bildlich dokumentiert werden:

    

Anschlussstelle RWE Hennen am 03. Juni 2016

Den neuen Zustand nach dem Umbau nahm Albrecht Buscher am 12. Mai 2017 von der anderen Seite aus auf:

    

Anschlussstelle RWE Hennen am 12.05.2017 (Bild: Albrecht Buscher), zum Vergrößern bitte anklicken.


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