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Bf Neheim-Hüsten West
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Bahnhof Neheim-Hüsten West

Lage und Statistische Daten

Der Bahnhof Neheim-Hüsten West, laut Kursbuch bis Oktober 1941 nur als Hüsten bezeichnet, liegt in Streckenkilometer 1,72 der am 01. Juni 1900 eröffneten Röhrtalbahn von Neheim-Hüsten Rtb nach Sundern. Mit vier durchgehenden Gleisen ausgestattet, besitzt er wie der Bahnhof Sundern ein in Backstein gemauertes, größeres Empfangsgebäude mit Güterschuppen. Claus Hanack konnte dort am 20. Mai 1970 die NHS V 63 mit dem Nachmittagszug nach Sundern aufnehmen:

    NHS V 63 erreicht am Nachmittag des 20.05.1970 Neheim-Hüsten West (Bild: Claus Hanack)

NHS V 63 erreicht am Nachmittag des 20.05.1970 Neheim-Hüsten West (Bild: Claus Hanack)

Vom Süden her wurde später die Schrottverwertung Tolle (heute TSR Recycling) durch Umbau des Gleises 4 als Anschlussgleis an den Bahnhof angebunden. Zeitgleich verlor es dadurch seine Durchgängigkeit vor dem Empfangsgebäude. Ferner ist eine Gleiswaage zur Verwiegung der abgehenden Schrottladungen vorhanden.

In den achtziger und neunziger Jahren erfolgte in Neheim-Hüsten West die Zwischenabstellung eingehender Ganzzüge mit Coils für den in km 2,552 gelegenen Anschluss Flecke, später Flachformstahl. Die Zustellung fand dann ab hier in kleinen Chargen von je drei Wagen statt. Das Hauptgleis 1 im Bahnhof ist seit 2012 wegen Oberbaumängeln und Schutzabstand zur Schrottverladung gesperrt, alle Zugfahrten finden nun durch Gleis 2 statt.

    RLG D 67 rangiert an der Gleiswaage, 08.März 1996

RLG D 67 rangiert an der Gleiswaage, 08. März 1996

Ort

Der Ort Hüsten fand erstmals im Jahr 802 urkundliche Erwähnung und wurde im 14. Jahrhundert zur Freiheit erhoben. Nach überwiegender Agrarnutzung erfolgte ab dem 19. Jahrhundert die Ansiedlung von Schwerindustrie (Hüstener Gewerkschaft, später Hüttenwerke Siegerland). Im April 1941 wurden Neheim und Hüsten zur Stadt Neheim-Hüsten zusammengelegt welche dann am 01.01.1975 mit anderen Gemeinden in die Stadt Arnsberg aufging. Die Einwohnerzahl liegt derzeit bei knapp 11000 Menschen.

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Fahrzeuge und Verkehr

Seit der Inbetriebnahme im Jahr 1900 bis zur Übernahme durch die Ruhr-Lippe-Eisenbahnen zum 01.01.1978 konnten im Bahnhof Neheim-Hüsten West alle Triebfahrzeuge der NHS (Dampfloks 1900 bis 1967, VT von 1934 bis 1969 und Diesellok V 63 ab 1958) angetroffen werden. Es folgten während der RLE ⁄ RLG-Zeit die 3-achser MaK-Stangenloks sowie die beiden G 1203 Drehgestellmaschinen D 66 (1983) und D 67 (1986).

Heute findet auf der Röhrtalbahn kein planmäßiger Verkehr mehr statt, lediglich der Schrotthändler im Bahnhof sowie der Anschluss Stahlform Schulte, früher Flachform AG werden noch durch die Neheimer Ortslok (derzeit RLG 54, eine G 1206) bei Bedarf angefahren. .

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