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Wintersportsonderzüge
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Zuggattung EWi: Die Wintersportsonderzüge ins Sauerland

Bereits 1908 verkehrte der allererste Wintersportsonderzug ins Hochsauerland, um den Besucherandrang in den heimischen Ski-Gebieten am Kahlen Asten und im Upland zu bewältigen. Besonders nach 1950 nahm der Sonderverkehr stark zu. Dabei galt es seit jeher, die Ski-Sportler aus dem Ruhrgebiet und der angrenzenden Niederrheinregion und dem Münsterland auf die Höhen des Sauerlandes zu bringen. Zielbahnhöfe der Züge waren immer Winterberg und Willingen ⁄ Usseln.

Entlang der Strecke signalisierte an den Einstiegsbahnhöfen eine Schachbrettfahne das Verkehren der Züge, die gemäß Dauerfahrplananordnung kurzfristig freitags nach Wetterdienst-Meldung "Ski und Rodel gut !" eingelegt wurden. Besonders an Samstagen war das Zugaufkommen nach Winterberg besonders hoch, sodass teilweise eine Leergarnitur bis zur abendlichen Rückfahrt im Güterbahnhof Hallenberg, eine weitere im Winterberger Tunnel 1 zwischenabgestellt werden mussten. Die Gleise des Winterberger Bahnhofs wiesen nur Kapazitäten für fünf Züge auf.

In den achtziger Jahren gab man den Zügen (ausser dem EWi 25161 ⁄ 25160 von Mönchengladbach) Namen. So gab es als EWi 28001 ⁄ 28000 den "Winterberg-Express" (Oberhausen), als als EWi 28003 ⁄ 28002 den "Astenberg-Kurier" (Duisburg), als EWi 28005 ⁄ 28004 den "Familien-Express" (Duisburg) und den "221-Starzug" EWi 28007 ⁄ 28006 "Klingender Sauerländer" (Münster).

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Auch ganze Schulen machten sich in den achtziger Jahren per Sonderzug zum Ski-Kurs ins Sauerland auf. Besonderes Interesse weckten bei den Eisenbahnfotografen die mit der Baureihe 221 oder einer der drei mit elektrischer Heizung ausgerüsteten 215 (030 bis 032) bespannten Züge. Die Rekordzahl an Zügen wurde in der Wintersaison 1977 ⁄ 78 und 1980 ⁄ 81 mit über 100 Stück erreicht.

Im Winter 1997 ⁄ 98 verkehrten dann letztmalig Sonderzüge in der bisherigen Form. Unter anderem machte das neu eingeführte "Schöne Wochenendticket" den Sonderzügen mit ihren höherpreisigen Fahrkarten den gar aus. Seit 2010 gibt es nun wieder Skisonderzüge, bei denen es sich aber um Verstärkerzüge zu den normal vom Schienenzweckverband bestellten Leistungen handelt. Diese werden heutzutage aus dreiteiligen Triebwagen der Baureihe 628 ⁄ 928 gebildet.

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