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Gudenhagener Tunnel
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Gudenhagener Tunnel

Lage und Statistische Daten

Der 1901 in Betrieb genommene, eingleisige und 290 Meter lange Gudenhagener Tunnel liegt zwischen Streckenkilometer 56,059 und 56,349 der Almetalbahn Paderborn – Brilon Wald. Er führt durch teilweise festes Schiefergebirge, aber auch brüchigen, sehr stark wasserführenden Faulschiefer. Für die Ausmauerung des Gewölbes, der Widerlager und der Portale wurden Bruchsteine aus Muschelkalk verwendet. Ein Sohlengewölbe ist nicht vorhanden, für die Entwässerung liegt ein gemauerter Kanal in der Tunnelmitte.

Insgesamt weist der Tunnel eine sehr hohe Feuchtigkeit auf. Zu einer Erneuerung der Widerlager mit Klinkersteinen kam es um das Jahr 1938. Schon 1957 ⁄ 58 waren erneut Sanierungsmaßnahmen notwendig. Die Vermauerung wurde zum großen Teil neu verfugt und in Abschnitten verputzt. Die nächsten Reparaturarbeiten fanden dann 1986 statt.

(Quelle: Josef Högemann – Die Eisenbahn im Altkreis Brilon, Verlag Uhle und Kleimann, Lübbecke, 1988)

Gudenhagener Tunnel Nordportal

NS 6461 mit Eggerzug, Gudenhagener Tunnel Nordportal, 10.03.2008 — © Stephan Zöllner

NS 6461 mit Eggerzug, Gudenhagener Tunnel Nordportal, 10.03.2008

Gudenhagener Tunnel Südportal

628 516 Ausbildungsfahrt,Gudenhagener Tunnel Südportal, 24.11.2011 — © Stephan Zöllner

628 516 Ausbildungsfahrt,Gudenhagener Tunnel Südportal, 24.11.2011

Im Hinblick auf die geplante Wiedereröffnung des Personenverkehrs nach Brilon Stadt fand Ende 2007 eine Kompletterneuerung des Oberbaus statt. Nach Abschluss der Stopfarbeiten lag das Gleis im Tunnel um etwa 30 cm höher als vorher und war für den durch die Fa. Amprion geplanten Transport eines Großtrafos für das 380 KV-Umspannwerk Nehden im April 2017 unpassierbar.

Eine extra durchgeführte Profilmessfahrt mit einem 32achser Felbermayr-Uaai-Tragschnabelwagen mit auf dem Durchladeträger angebrachtem Holzgerüst in der Nacht vom 02. auf den 03. Juli 2017 bestätigte diese Tatsache. Daraufhin ließ die Fa. Amprion mangels Alternative auf eigene Kosten am Wochenende der 47. Kalenderwoche 2017 das Gleis auf das alte Höhenniveau absenken um den benötigten Trafo im Frühjahr 2018 doch noch anliefern zu können.

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"Durch diese hohle Gasse müssen sie kommen" oder besser gesagt fahren: Das Nadelöhr für Trafotransporte auf der Almetalstrecke war schon immer der Gudenhagener Tunnel. Bei einem Transport am 08. Februar 2018 konnten diese Szenen unmittelbar vor der Tunneleinfahrt und durch den Transportingenieur auch einmal im Tunnel beim Zufahren auf die engste Stelle dokumentiert werden:

      

Trafotransport mit Felbermayer-Uaai durch den Gudenhagener Tunnel, 08.02.2018 Aufnahmen: Martin Zöllner, Heiko Kußmann
(zum Vergrößern bitte anklicken)

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