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Abzweigstelle Nuttlar
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Abzweigstelle Nuttlar

Lage und Statistische Daten

Durch die Inbetriebnahme der Oberen Ruhrtalbahn im Abschnitt zwischen Meschede und Brilon Wald im Jahr 1873 kam es in der Ortschaft Nuttlar an zwei Stellen zur Kreuzung mit der ehemaligen Chaussee von Arnsberg nach Beverungen. Zur Sicherung der Übergänge errichtete man jeweils einen Schrankenposten. Um das Jahr 1900 erhielt der jetzige Bahnhof Nuttlar in Streckenkilometer 229,0 dann am westlichen BÜ sein erstes Stellwerk. Zwei Jahre später, am 01. Mai 1902 wurde Nuttlar durch Eröffnung der Linie ins Negertal bis Steinhelle zur Abzweigstation.

Nach dem 01. Oktober 1906 (bis Winterberg) und weiter am 01. Dezember 1908 war diese Strecke dann durchgängig bis Frankenberg befahrbar. Schon früh, im Jahr 1969, entfielen in Nuttlar alle Reisezughalte, ehe die Station dann 1972 ganz geschlossen und das örtliche Personal abgezogen wurde. Das ehemalige Fahrdienstleiterstellwerk wurde außer Betrieb gesetzt und die Bahnhofsgleise teilweise rückgebaut, während das Wärterstellwerk signaltechnisch in eine Abzweigstelle mit Blocksignalen umgebaut wurde.

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Das Bahnhofsgebäude fiel Ende der siebziger Jahre der Spitzhacke zum Opfer, das Ladegleis konnte sich noch bis zum Oktober 1987 halten. Nachdem im November 2005 die Aufgaben der Abzweigstelle Nuttlar auf das neu in Betrieb genommene Stellwerk "Bgf" in Bestwig übergegangen waren, wurde schließlich mit dem Abriss des Gebäudes in der 40. Kalenderwoche 2007 begonnen. Das ehemalige Bahnhofsgelände wurde mittlerweile sukzzesive überbaut und ist heute in der Örtlichkeit als solches nicht mehr zu erkennen.

Ort

In einer Urkunde des Kosters Grafschaft wird Nuttlar erstmals im Jahre 1072 erwähnt. Neben Velmede ist es damit die älteste Siedlung auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Bestwig. Mitte des 19. Jahrhunderts begann der industrielle Abbau von Schiefer. Durch die Inbetriebnahme der Oberen Ruhrtalbahn erfuhr der Schieferabbau einen starken Aufschwung der durch das Aufkommen alternativer Baustoffe wie Eternit ab den 1980ger Jahren keine wirtschaftliche Förderung mehr zuließ und im Jahr 1985 eingestellt wurde. Mit der kommunalen Neugliederung vom 01. Januar 1975 verlor Nuttlar seine Eigenständigkeit und wurde Teil der Gemeinde Bestwig. Die Einwohnerzahl liegt derzeit bei ungefähr 1680 Personen.

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Fahrzeuge und Verkehr

Nach dem Ende der Dampfloks folgten Anfang der siebziger Jahre die Diesellokomotiven der Baureihen 212, 216 und 218 sowie Rangierloks der Baureihen 260 ⁄ 360 ⁄ 365 und 290. Bis 1984 waren auch Schienenbusse hier anzutreffen. Heutzutage wird der starke Regionalverkehr mit Dieseltriebwagen der Baureihen 612, 628, 640, 644 und 648 abgewickelt. Im Güterverkehr sind seit Mitte Juni 2013 in der Regel die Maschinen der Gattung 265″ aktiv, welche die zuletzt eingesetten 294 und 225 ersetzten. Private Leistungen werden zumeist mit Loks der Westfälischen Landeseisenbahn erbracht. Im Winter ist hier bei Schneeräumdiensten des Öfteren das Gespann aus 218 und Beilhack-Schneepflug zu beobachten.

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