Sonnenaufgang überm Sauerland Logo Sauerlandbahnen.de und .info
Impressum & Haftungsausschluss  |  Hinweise & Statistik  |  Links  |  Updateliste  |  Letztes Update: 16.09.2016
Strecke 2864
Startseite
Streckenbeschreibungen
Bahnhofsbeschreibungen
Fahrzeugbeschreibungen
Züge
Historische Dokumente
Streckenkarte
Auswärtsexkursionen
Copyright Gebrüder Zöllner

Strecke Finnentrop – Freudenberg (2864)
Biggetalbahn

Die Biggetalbahn verband auf 43 Kilometern Länge Finnentrop an der Ruhr-Sieg-Strecke mit Freudenberg als Endpunkt der Asdorftalbahn. Die Strecke folgte dabei von Finnentrop bis zur Quelle bei Wildenburg dem Flußlauf der Bigge. Wurde diese Bahnlinie in Salamitaktik eröffnet (Finnentrop – Attendorn 01.04.1874, Attendorn – Olpe 01.11.1875, Olpe – Rothemühle 01.12.1880 und schließlich Rothemühle – Freudenberg am 01.11.1907), kam es in selbiger auch zum Rückzug der Eisenbahn aus dem Wildenburger Land.

Nach Einstellung des Personenverkehrs zwischen Olpe und Freudenberg (- Kirchen) zum 29.05.1983 wurde zeitgleich der Südabschnitt Rothemühle Brandt & Kritzler – Freudenberg für den Güterverkehr gesperrt. Nach einigen Gesellschaftsonderfahrten im Jahre 1985 von Siegen über Betzdorf und Freudenberg nach Sondern am Biggesee wurde der Gesamtverkehr Rothemühle Brandt & Kritzler – Freudenberg zum 01.09.1985 stillgelegt.

Der Abbau erfolgte hier im April 1988. Es folgten die Gesamtverkehrseinstellung Olpe – Rothemühle Brandt & Kritzler am 22. Mai 1993, Attendorn – Olpe verlor seinen Güterverkehr 1995 und zum 15.12.2002 das Reststück Finnentrop – Attendorn. Letzte Güterverkehrsstellen waren der Anschluss Brandt & Kritzler, die "Bäuerliche" in Rothemühle, ein Betrieb in Gerlingen, der Anschluss Heller & Köster bei Olpe sowie zwei Kunden in Attendorn (ein Schrotthändler sowie das Werk Büdenbender).

Bereits im Juni 1993 wurde das Teilstück Rothemühle – Anst Brandt & Kritzler seiner Gleise beraubt, im April 2005 schließlich der Abschnitt Sassmicke – Rothemühle. Mit letztgenanntem Gleisabbau erfolgte zeitgleich auch der Kahlschlag in Olpe. Hier blieb nur noch ein (End-) Haltepunkt übrig, nachdem die Strecke nach Drolshagen (-Dieringhausen) bereits mit dem Ende des Gütervekehrs nach Olpe am 22.05.1993 gesamtstillgelegt wurde.

  Km 0,7  Finnentrop, Lennebrücke
  

  Km 1,3  Altfinnentrop, Lehmker Weg
  

  Km 1,8  Altfinnentrop, Ladestelle Heggen [EHEG]
  

  Km 2,8  Heggen
  

  Km 3,2  Heggen, Ahauser Mühle
  

  Km 4,8  Ahauser Stausee, Brücke Forsthaus Dahm
  

  Km 5,5  Ahauser Stausee, Hof Biggen
  

  Km 6,4  Biggen
  

  Km 8,4  Attendorn [EAT]
  

  Km 10,2  Attendorn, Brücke L 539
  

  Km 11,9  Kraghammer [EKRG]
  

  Km 15,5  Listertalbrücke
  

  Km 16,5  Dumicketalbrücke
  

  Km 18,0  Sondern [ESON]
      

  Km 23,6  Olpe [EOLP]
  

  Km 27,5  Sassmicke, Biggebrücke
  

  Km 32,3  Brün
  

  Km 35,8  Wildenburg-Hollenseifen
  

  Km 37,7  Wildenburg
  

Von Streckenkilometer 34,9 bis 38,7 wurde im Wildenburger Land das Bundesland Rheinland-Pfalz durchquert. Bedeutende Kunstbauten auf der heute mit der Baureihe 640 (LINT) als RB-Linie 92 bedienten Biggetalbahn Finnentrop – Olpe finden sich auf dem Anfang der sechziger Jahre wegen des Baus der Biggetalsperre verlegten Streckenabschnitts Attendorn – Olpe (in Betrieb seit 31.05.1964) mit drei Tunneln sowie zwei Schiene–Straße - Doppelstockbrücken (Dumicke- und Listertalbrücke).

Seit 14. Dezember 2014 wird der Personenverkehr nun von der Hessischen Landesbahn abgewickelt, die -wie auch schon DB Regio zuvor- LINT 27-Triebwagen einsetzt. Nach Rückbau sätlicher Nebengleise in Attendorn im Sommer 2014 existiert heute auf der Reststrecke Finnentrop - Olpe nur noch das stark gekürzte Kreuzungsgleis im Bahnhof Attendorn, Olpe ist nur noch ein "Endhaltepunkt".

Im Bereich des seit 2005 auf der Trasse zwischen Freudenberg und Wildenburg verlaufenden Radweges liegt der 400 Meter lange Hohenhainer Tunnel. Nach dem Ende der Dampflokzeit übernahmen Betzdorfer Schienenbusse der Reihe 795 sowie Dieringhauser 211 das Feld. Später waren nach dem Ende des Siegener 798-Einsatzes Hagener 212 mit Wendezügen für den Personenverkehr zuständig, während der Güterverkehr eine Domäne der Siegener 261 (Ast Finnentrop) –später in 361 bzw. 365 umgebaut– wurde.

Zur Endzeit des Schienengüterverkehrs auf der Biggetalstrecke eroberten noch Siegener 290 ⁄ 294 den Abschnitt Finnentrop – Attendorn. Immer schon kamen diverse Ausflugszüge zum Biggesee auf die Strecke, unter anderem mit BR 221 aus dem Angertal oder in Form des Museums-VT 08. Nicht vergessen werden dürfen auch die jahrelang zum Dortmunder Weihnachtsmarkt rollenden Sonderzüge mit BR 221, später BR 212.

> Zum Seitenanfang