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Strecke 9218
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RLG-Strecke Soest – Soest Süd (9218)

Möhnetalbahn

Nach Errichtung der Warstein-Lippstädter Eisenbahn im Jahre 1882 bemühte sich die WLE um den Bau der Möhnetalbahn, welche die Städte Soest und Brilon verbinden sollte. Vom Verknüpfungspunkt mit der Stammlinie in Belecke konnte nach dem am 01.12.1898 eröffneten Abschnitt nach Brilon ein Jahr später am 01.12.1899 mit der Haarstrangquerung auch der Lückenschluß nach Soest in Betrieb genommen werden.

Der Personenverkehr zwischen Soest und Belecke wurde am 28. Mai 1960 eingestellt, der Güterverkehr zwischen Soest Süd und Belecke Gbf am 17. April 1970. In der Folge wurde der vorgenannte Abschnitt zwischen 1972 und 1973 abgebaut und das Reststück in Soest im Jahre 1973 an die Ruhr-Lippe Eisenbahn abgegeben, die den Betrieb eigenständig bis zum 31. Dezember 1987 durchführte. Anschließend übernahm die DB die Bedienung der Anschließer im Gewerbegebiet Soest Süd, bis durch die Auswirkungen des DB-Sparprogrammes MORA C am 31. Dezember 2001 der Gesamtverkehr endgültig eingestellt wurde.

Zum weiteren Text

  Km 0,0  Soest Gbf [ESOT]
  

  Km 0,9  Soest-Thomätor [ESOS]
    

  Km 2,0  Alter Elfser Weg
  

  Km 3,1  Soest Süd, Gla Kunert
  

Textteil 2:

Eine offizielle Einstellung des Gesamtbetriebs unterblieb allerdings zunächst, da dies sonst offensichtlich die Rückzahlungsverprflichtung von Fördermitteln zum Bau des Gleisanschlusses Alcoa am Streckenende in Soest Süd vor der BAB 44 bewirkt hätte. Nachdem ein Teil der Gleise in der Folge abgebaut und das Gelände in Thomätor überbaut wurde, kamen Planungen zur Verlängerung des auf der ehemaligen Trasse nach Belecke zwischen 1975 und 1981 angelegten, sogenannten Pengel-Anton-Radweges auf. Anfang 2016 wurde schließlich die Entwidmung der Trasse von Eisenbahnbetriebszwecken bei der zuständigen Bezirksregierung beantragt.

Eine Besonderheit im Personenverkehr stellte der "Kiepenkerl-Express" dar, der zwischen Juni 1957 und Mai 1960 durchgehend von Münster bis Brilon mit DB-Fahrzeugen gefahren wurde. Nahe des ehemaligen Bahnhofs Sichtigvor erinnern zwei durch den Arbeitskreis für Heimatpflege im Kirchspiel Mülheim und Möhne und die Eisenbahnfreunde Lippstadt aufgestellte, ausgediente Waggons an die Eisenbahngeschichte im Möhnetal.

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