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Strecke 9217
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WLE-Strecke Heidberg – Belecke Pbf – Belecke Gbf (9217)

Möhnetalbahn

Nach der Fertigstellung der WLE-Stammstrecke Warstein – Lippstadt konnte im Jahre 1898 auch das Möhnetal eisenbahnmäßig erschlossen werden. Der ursprüngliche Anschnitt Brilon – Belecke Pbf wurde am 01.12.1898, der Abschnitt Belecke Pbf – Soest am 01.12.1899 in Betrieb genommen nachdem nach ergebnislosen Verhandlungen mit der Staatsregierung die Warstein-Lippstädter Eisenbahn für die Realisierung gewonnen werden konnte.

Bis in die dreißiger Jahre herrschte reger Personen- und Güterverkehr sogar mit Sonderzügen zum Möhnesee oder Wintersportverkehr von Lippstadt über Belecke und Brilon nach Willingen ⁄ Usseln. Nach Kriegsende bis nach 1950 brachte der "Hamsterverkehr" einen letzten Höhepunkt. Mit dem zunehmenden Individualverkehr kam dann langsam das Ende der Möhnetalbahn, das auch der so genannte "Kiepenkerl-Express", der in Zusammenarbeit mit der DB ab 1957 in der Relation Münster – Bad Wildungen durch das Möhnetal verkehrte, nicht aufhalten konnte.

So wurde der Personenverkehr zwischen Soest und Brilon dann auch zum 28. Mai 1960 eingestellt, der Güterverkehr zwischen Soest Süd und Belecke Gbf am 17. April 1970. Zwischen 1972 und 1973 erfolgte der Gleisrückbau im vorgenannten Abschnitt und das Reststück in Soest wurde unter neuer Streckennummer 9218 am 01. Oktober 1973 an die Ruhr-Lippe Eisenbahn abgegeben, die den Betrieb dort eigenständig bis zum 31. Dezember 1987 durchführte.

  Km 16,2  Rüthen [ERTN]
    

  Km 16,4  Rüthen
  

  Km 18,8  Altenrüthen, Gla Fisch
  

  Km 20,2  bei Altenrüthen
  

  Km 24,0  Abzweig Belecke [EBLK]
  

  Km 24,8  Belecke Gbf [EBLK]
  

> Zum Abschnitt Soest Süd – Soest DB (Strecke 9218)

Im Zuge der Konzentration des WLE-Stückgutverkehrs auf den Bahnhof Warstein verlor der Streckenabschnitt Heidberg – Brilon Stadt 1976 den planmäßigen Güterverkehr und musste drei Jahre später, am 01.10.1979 wegen schlechten Oberbaus gesamt stillgelegt werden. Zwischen dem Gewerbegebiet Heidberg (hier wurde hauptsächlich Kraftstoff für die belgische Armee umgeschlagen) und Rüthen war Zugverkehr noch bis zum 31. Dezember 1994 möglich ehe auch hier die Stilllegung mit Teilabbau eingeleitet wurde.

In Rüthen fand bis Mitte der 2000er Jahre noch durch die Firma Kleeschlute sporadisch Getreideumschlag auf Ganzzüge zu den Seehäfen statt, 2007 wurden nach dem Orkan Kyrill zahlreiche Sturmholzwagen abtransportiert. Nach einer Aufarbeitung des Oberbaus im Jahr 2008 infolge der ab Rüthen durchgeführten Kyrill-Sturmholztransporte wird heute noch das kurze Stück von Belecke Pbf zum Gbf (Fa. Siepmann) und in Richtung Brilon der Anschluss Fisch in Altenrüthen (2008 zweite Weiche für Umfahrgelegenheit eingebaut) sowie der Bahnhof Rüthen mit der Warsteiner Ortslok bei Bedarf angefahren.

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