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Wintersportsonderzüge
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Zuggattung EWi: Die Wintersportsonderzüge ins Sauerland

Bereits 1908 verkehrte der allererste Wintersportsonderzug ins Hochsauerland, um den Besucherandrang in den heimischen Ski-Gebieten am Kahlen Asten und im Upland zu bewältigen. Besonders nach 1950 nahm der Sonderverkehr stark zu. Dabei galt es seit jeher, die Ski-Sportler aus dem Ruhrgebiet und der angrenzenden Niederrheinregion und dem Münsterland auf die Höhen des Sauerlandes zu bringen. Zielbahnhöfe der Züge waren immer Winterberg und Willingen ⁄ Usseln.

Nach der Ankunft der Sonderzüge in Winterberg wurden diese rückwärts in die Abstellgruppe wegrangiert. Dort konnten dann immer interessante Triebfahrzeugkonstellationen angetroffen werden, wie am 16. Februar 1986, als neben 218 141 und 140 auch 221 108 sowie 221 114 im Bild paradierten:

    
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Entlang der Strecke signalisierte an den Einstiegsbahnhöfen eine Schachbrettfahne das Verkehren der Züge, die gemäß Dauerfahrplananordnung kurzfristig freitags nach Wetterdienst-Meldung "Ski und Rodel gut !" eingelegt wurden. Besonders an Samstagen war das Zugaufkommen nach Winterberg besonders hoch, sodass teilweise eine Leergarnitur bis zur abendlichen Rückfahrt im Güterbahnhof Hallenberg, eine weitere im Winterberger Tunnel 1 zwischenabgestellt werden mussten. Die Gleise des Winterberger Bahnhofs wiesen nur Kapazitäten für fünf Züge auf.

Am 19.Februar 1984 war wieder die Abstellung eines Leerparks in Hallenberg erforderlich. In diesem Fall erhielt der erste Sonderzug morgens bei der Hinfahrt in Bestwig Vorspann durch zwei Hagener V 100 bis Winterberg, da die Baureihen 218 und 221 wegen zu hoher Achslast das Nuhnetal nicht befahren durften. Am Nachmittag galt bei der Rücktour bis Bestwig das gleiche Prozedere, wie dieses Bild von Klaus Meschede an der Kuppe mit 212 299, 212 307 und 221 117 in der Abendsonne zeigt.

    
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In den achtziger Jahren gab man den Zügen (ausser dem EWi 25161 ⁄ 25160 von Mönchengladbach) Namen. So gab es als EWi 28001 ⁄ 28000 den "Winterberg-Express" (Oberhausen), als als EWi 28003 ⁄ 28002 den "Astenberg-Kurier" (Duisburg), als EWi 28005 ⁄ 28004 den "Familien-Express" (Duisburg) und den "221-Starzug" EWi 28007 ⁄ 28006 "Klingender Sauerländer" (Münster).

Bei Wulmeringhausen war die Schneedecke am 19.02.1984 bereits löchrig, als die bestens im Lack stehende 221 122 in der Morgensonne mit dem "Klingenden Sauerländer" am dortigen Sportplatz und Klaus Meschedes Kamera vorbeifuhr.

    
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Auch ganze Schulen machten sich in den achtziger Jahren per Sonderzug zum Ski-Kurs ins Sauerland auf. Besonderes Interesse weckten bei den Eisenbahnfotografen die mit der Baureihe 221 oder einer der drei mit elektrischer Heizung ausgerüsteten 215 (030 bis 032) bespannten Züge.

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Die Rekordzahl an Zügen wurde in der Wintersaison 1977 ⁄ 78 und 1980 ⁄ 81 mit über 100 Stück erreicht. Im Winter 1997 ⁄ 98 verkehrten dann letztmalig Sonderzüge in der bisherigen Form. Unter anderem machte das neu eingeführte "Schöne Wochenendticket" den Sonderzügen mit ihren höherpreisigen Fahrkarten den gar aus. Seit 2010 gibt es wieder Skisonderzüge, bei denen es sich aber um Verstärkerzüge zu den normal vom Schienenzweckverband bestellten Leistungen handelt. Diese wurden aus dreiteiligen Triebwagen der Baureihe 628 ⁄ 928 gebildet.

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Neben einigen privat angebotenen Ski-Sonderzügen erreichen seit 21.12.2019 wieder samstags "originale" Wintersportsonderzüge die Winterberger Hochfläche. Durch den Zweckverband angeboten werden diese aufgrund nicht verfügbarer Triebwagen stilecht als Lok-Wagen-Zug ab Oberhausen in der Tradition des "Astenberg-Kurier" gefahren, traktioniert mit der Baureihe 218. Die Erstfahrt mit der AIX-Rail 218 457 lichtete Peter Schierschke an besagtem 21. Dezember 2019 in der Kurve bei Uentrop bei Kaiserwetter ab:

    
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Mit dem in der Saison 2019 ⁄ 2020 ab Oberhausen angebotenen Ski-Sonderzug konnte AIX-Rail 218 457 am 08. Februar mit vier in DB-Nahverkehrsfarben lackierten Wagen an der Caller Landstraße bildlich verewigt werden. Für die Aufnahme, bei der man sich ein wenig in die Zeit um die Jahrtausendwende zurückversetzt fühlt, spendierte der zugezogene Himmel zur Freude des Fotografen sogar einen leichten Sonnenspot.

    
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