Sonnenaufgang überm Sauerland Logo Sauerlandbahnen.de und .info
Impressum & Haftungsausschluss  |  Hinweise & Statistik  |  Links  |  Updateliste  |  Letztes Update: 12.04.2018
Strecke 2861
Startseite
Streckenbeschreibungen
Bahnhofsbeschreibungen
Fahrzeugbeschreibungen
Züge
Historische Dokumente
Streckenkarte
Auswärtsexkursionen
Copyright Gebrüder Zöllner

Strecke Finnentrop – Wennemen (2861)

Abschnitt Finnentrop – Wenholthausen

Nach Inbetriebnahme der Ruhr-Sieg-Strecke gab es Überlegungen, eine Verbindungslinie über Eslohe zur Oberen Ruhrtalbahn zu schaffen. Beim Bau der Bahn waren mehrere, teilweise imposante Kunstbauten zu erstellen, so Lenhauser und Kückelheimer Tunnel, die Fischbauchbrücke über die Wenne und die Ruhrbrücke bei Berge. Am 16.01.1911 konnte der Betrieb aufgenommen werden. Der Bahnhof Wenholthausen wurde durch den Bau der Strecke von Altenhundem am 01.10.1911 zum Abzweigbahnhof, wobei die Streckengleise beider Bahnen etwa zwei Kilometer bis zur Wennebrücke parallel verlegt wurden.

Der hier beschriebene Abschnitt wurde in "Salamitaktik" am 31.05.1965 im Gesamtverkehr zwischen Serkenrode und Eslohe unterbrochen und zum 01.07.1972 gesamtstillgelegt. Mittels Sondergenehmigung der BD Wuppertal kam am 18. November 1972 mit dem von 24 009 geführten Dampfzug E 42271 von Siegen nach Erndtebrück letztmalig ein Zug zwischen Serkenrode und Eslohe über die Schienen.

Nach dem starken Transportrückgang nach Schließung des Dolomitsteinbruchs in Fretter Ende 1970 kam es darauffolgend zur Einstellung des beschaulichen Restgüterverkehrs zwischen Finnentrop und Serkenrode zum 01.11.1984, die Gleise im Frettertal wurden im Frühjahr 1987 zurückgebaut. Der Nordabschnitt Eslohe – Wennemen hielt sich bis zur Sperrung der baufälligen Ruhrbrücke bei Wennemen, die am 16.09.1996 erfolgte. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, das die Teilstrecke Eslohe – Abzweig Wennebrücke nach einer Baggerkollision mit der Wennebrücke bereits im Juni 1992 betrieblich gesperrt wurde, eine Aufhebung erfolgte bis zur Stilllegung nicht mehr.   > zum weiteren Text

  Km 0,9  Lenhauser Tunnel, Westportal
  

  Km 1,1  Lenhauser Tunnel, Ostportal
  

  Km 5,6  Deutmecke
  

  Km 6,9  Deutmecke BÜ Gierschlader Straße
    

  Km 7,1  Deutmecke Fretterbachbrücke
  

  Km 9,3  Fretter [EFTR]
    

  Km 12,2  Serkenrode
  

  Km 12,990  Bahnhof Serkenrode [ESKO]
     Bahnhof Serkenrode
eröffnet: 16.01.1911
Stilllegung: 01.11.1984
Status: Gleise abgebaut, seit 2007 Teil des Sauerlandradrings

  Km 22,182  Bahnhof Eslohe [EESL]
     Bahnhof Eslohe
eröffnet: 16.01.1911
Stilllegung: 30.10.1998
Status: Gleise teilweise vorhanden

  Km 22,5  Sallinghauser Einschnitt (Hellebrücke)
  

  Km 23,4  Sallinghausen BÜ
  

  Km 23,6  Sallinghausen
  

  Km 24,5  Wennebrücke
  

  Km 24,7  Abzweig Wennebrücke [EWEN] (ab 1989)
      

> Zum Abschnitt Wenholthausen – Wennemen

Im Zuge der Elektrifizierung der Ruhr-Sieg-Strecke gab es zwischen 1960 und 1964 einen regen Umleitergüterverkehr über die Frettertalbahn, wozu zum Drehen der schweren Dampfloks eigens ein Gleisdreieck in Wennemen angelegt wurde. Als Ergebnis von Ende der achtziger Jahre durchgeführten Rationalisierungsmaßnahmen wurde die Abzweigweiche von Wenholthausen im August 1989 noch nahe den ehemaligen HP Wenne versetzt.

Es kamen aber in der Folge bis zur Wennebrückesperrung (Baggerkollision) im Juni 1992 kaum noch Züge nach Eslohe. Auf den Teilstücken Lenhausen – Eslohe und Wenholthausen – Wennemen wurden abschnittsweise Radwege angelegt, die Schienen liegen heute noch total zugewachsen im Bahnhof Eslohe sowie zwischen Sallinghausen und Wennebrücke.

Im Juni 2013 wurde damit begonnen, den Einschnitt an der Helle zwischen Eslohe und Sallinghausen als Erddeponie zu verfüllen. Damit wurde ein Esloher Ratsbeschluß vom März 2011 umgesetzt, der so die Sanierungskosten der Feldwegbrücke über den Einschnitt einsparen sollte. Der Lenhauser Tunnel –2002 durch die Gemeinde Finnentrop an den Jagd- und Sportschützenverein Frettertal verpachtet– sollte 2013 in den Sauerlandradring integriert werden, wegen Rechtsstreitigkeiten um die Kündigung des auf 25 Jahre geschlossenen Pachtvertrages wurde dieses aber bisher nicht umgesetzt.

> Zum Seitenanfang