Sonnenaufgang überm Sauerland Logo Sauerlandbahnen.de und .info
Impressum & Haftungsausschluss  |  Hinweise & Statistik  |  Links  |  Updateliste  |  Letztes Update: 25.02.2021
Strecke 2851
Startseite
Streckenbeschreibungen
Bahnhofsbeschreibungen
Fahrzeugbeschreibungen
Züge
Historische Dokumente
Streckenkarte
Auswärtsexkursionen
Copyright Gebrüder Zöllner

Strecke Hemer – Sundwig (2851)

Diese kurze, einst im Stadtgebiet von Hemer gelegene Stichbahn verband die Strecke Letmathe – Fröndenberg mit dem Güterbahnhof Sundwig und konnte am 01. Oktober 1891 eröffnet werden. Ursprüngliche Bemühungen einer Streckenführung bis Neuenrade wurden spätestens mit Eröffnung der Hönnetalbahn Menden - Neuenrade im Jahre 1912 zunichte gemacht. So diente die kurze Stichstrecke zeitlebens ausschließlich dem Güterverkehr. Gleisanschlüsse gab es zunächst am Perick: Ladestelle Steinberg und Gla RWE Hemer, beide noch im Bahnhofsbereich von Hemer gelegen. In Sundwig querte die eingleisige Strecke die Hönnetalstraße und folgte ihrem Verlauf für etwa 100 Meter parallel.

Anschließend wurde das Werksareal des Sundwiger Messingwerkes (heute Fa. Diehl) durchfahren. In dieser schon im Bereich des Bahnhofes Sundwig gelegenen Durchfahrt war das Werksgelände durch zwei Tore vor unbefugtem Zutritt gesichert. Zugfahrten fanden nach einem bestimmten Prozedere statt, das auch in der VZB-Vorschrift der Direktion Wuppertal (später Essen) geregelt wurde. In Sundwig mündete die Strecke direkt im Anschluss an den Bahnhof im Gla Eisenwerk in km 2,100. Ein Kesselwagen-Tanklager der in der Hemeraner Blücherkaserne ansässigen Bunderwehr sicherte von Anfang der Achtziger Jahre bis Anfang 1991 den Streckenerhalt bei immer geringer werdendem Frachtaufkommen. Im April 1991 wurden dann letztmals Güterwagen in Sundwig abgeholt.

  Km 0,0  Bahnhof Hemer [EHEM]

Diese Luftaufnahme von Hemer mit seinem Bahnhof entstand 1953. In der Vergrößerung im Bildvordergrund gut zu erkennen die Streckentrennung nach Iserlohn (links) und nach Sundwig (rechts). Außerdem dazwischen gelegen der Anschluss RWE mit im Freien aufgestelltem Transformator (Maschinenhaus noch nicht vorhanden).

    

(zum Vergrößern bitte anklicken)

  Km 0,5  Hemer, Gla RWE
    

  Km 0,550  Hemer, Ladestelle Steinberg

In Streckenkilometer 0,550 befand sich die Firma Steinberg. Die Laufkatze des Portalkrans reichte –wenn er bis zum Schienenende gefahren wurde– bis ins Profil des Streckengleises. So wurden dort auch für den Stahlhandel bestimmte Wagen entladen, wie am 28. Juli 1986, als Klaus Kampelmann diese Aufnahme mit 290 079 anfertigte.

Bis dorthin konnte als Rangierfahrt gefahren werden, wie an der in Bildmitte erkennbaren Rangierhalttafel zu sehen. Zugfahrten nach Sundwig erhielten wegen der nicht garantierten Profilfreiheit für diesen Bereich einen VZB-Befehl zum Fahren auf Sicht, wie der Scan rechts vom 18. März 1988 zeigt. Der Betrieb wurde einige Jahre später ohne Gleisanschluß zur Oese umgesiedelt.

      
    >> Zurück zu Lokomotiven

(zum Vergrößern bitte anklicken)

  Km 0,656  Esig Hemer, Am Perick
   Esig Hemer, Am Perick

Einst & Jetzt

Zustand 18.03.1988 ⁄ 04.12.2009

  Km 0,7  Hemer, Am Perick

Ende der achtziger Jahre schon eine Seltenheit, die Güterbedienung nach Sundwig. Am 13. März 1988 hatte 360 447 nur einen einzelnen E-Wagen für das Messingwerk am Haken, der nach dem Umsetzen im Bahnhof dort zugestellt wurde. Aufgenommen am Perick.

         >> Zurück zu Lokomotiven

(zum Vergrößern bitte anklicken)

  Km 0,7  Hemer, Am Perick
    

  Km 1,2  Sundwig, Hotel Meise
  

  Km 1,3  Sundwig, BÜ Hönnetalstraße
    

  Km 1,8  Bahnhof Sundwig [ESUW]

In der Nachmittagssonne des 01. Oktober 1988 stehen die beiden auf Sonderfahrt befindlichen Akkus 515 565 und 615 zum Fotohalt neben dem Bundeswehrtankwagenumfüllgelände in Sundwig bereit. Nach dem Shooting geht es als Nt 28535 über Westig zum nächsten Programmpunkt, der Streckenbefahrung der Linie von Hagen Haspe nach Ennepetal-Altenvoerde.

         >> Zurück zu Lokomotiven

(zum Vergrößern bitte anklicken)

  Km 1,8  Bahnhof Sundwig [ESUW]
        

  Km 1,8  Bahnhof Sundwig [ESUW]

Sehr selten wurde das Treibstofflager für die Panzerbataillone der Hemeraner Blücherkaserne in Sundwig mit Kesselwagen beliefert. Klaus Kampelmann hatte am 31. Januar 1990 Glück, als er 365 834 in dem umzäunten Gelände durch das geöffnete Tor aufnehmen konnte.

         >> Zurück zu Lokomotiven

(zum Vergrößern bitte anklicken)

  Km 2,1  Sundwig Gla Eisenwerk
  

Danach gab es nach Freischneidearbeiten am 03.10.1992 noch einmal eine Schienenbussonderfahrt der Eisenbahnfreunde Hönnetal. Eine letzte Schienenfahrt am 16.05.1993 erreichte dann den Bahnhof Sundwig nicht mehr: 798 629 des FSB Menden musste wegen der sonntäglichen Betriebsruhe des Messingwerkes Diehl vor dessen verschlossenen Toren umkehren.

Schließlich wurde die Strecke am 01.12.1995 offiziell stillgelegt und Anfang 2005 abgebaut. Heute ist der Streckenverlauf nach dem Überbauen mit Straßen, Fußwegen und Gebäuden nur noch Ortkundigen bekannt und einzig im Bereich des Einfahrtsignales Hemer am Perick ersichtlich, wo im Gebüsch sogar noch der alte Signalfernsprechkasten vor sich hin rottet.

>> Zum Seitenanfang